Kornkreise in der Schweiz

Rückblickender Bericht zur Kornkreissaison 2004 von Werner Anderhub (hier klicken oder scrollen)

Allgemeines

Nach dem grossen Medienintresse von letztem Jahr ist zu erwarten, dass sich diverse Menschen veranlasst fühlten, eigene Versuche im Feld zu starten. Umsomehr möchten wir noch einmal darauf hinweisen:

Das Herstellen von Kornkreisen in Feldern deren Besitzer sie nicht selbst sind, oder ohne entsprechende Erlaubnis des Landwirtes, ist strafbar! Es handelt sich um Landfriedensbruch und um Sachbeschädigung und kann strafrechtlich geahndet werden!!! Bereits 3 Landwirte haben den Schaden in ihren Feldern bei der Polizei gemeldet und /oder Strafanzeige gegen Unbekannt eingereicht.

Wir unterstüzten dieses Vorgehen und raten dies den betroffenen Landwirten sogar an. Nicht nur um diesem Trend entgegenzuwirken, sondern auch in eigenem Interesse. Wir Kornkreisforscher gehören auch zu den Geschädigten, wenn wir Zeit, Geld und Arbeit aufwenden, um bewusst angelegte Fälschungen zu besuchen, zu fotografieren, zu vermessen und zu dokumentieren.

Wer aus wissenschaftlicher Neugier und / oder zu Vergleichszwecken eigene Kreise in Felder legt, soll dies uns doch bitte mitteilen (z.B. per E-Mail). Solche Versuche können uns vorangemeldet werden, oder spätestens im Feld kann ein Schild mit Kontaktadresse der Versuchsleiter hinterlassen werden. Danke. Ihr KORE's Team.

2004

SG

 

Handgemachter Kornkreis

bei Wiesendangen, ZH

gemeldet am 24. Juli 2004

nicht von uns!

 

SG

 

Versuchs-Kornkreis

bei Worb, BE

hergestellt am 17. Juli 2004

nicht von uns!

 

SG

Kanton Thurgau

gemeldet am 9. Juli 2004

entstanden jedoch schon ca 11. Juni 2004 !!!

 

SG

Thalheim, Kanton ZH

gemeldet am 3. Juli 2004

 

SG

Büttenhardt, Kanton SH

gemeldet am 27.Juni 2004

 

Rückblickender Bericht zur Kornkreissaison 2004 von Werner Anderhub.

Saisonrückblick Kornkreise 2004 Sowohl im In- wie auch im Ausland hat sich der vorjährige Trend fortgesetzt. Die Feldereignisse von besonderem Interesse für die Kornkreisforschung sind nicht mehr zu mehreren hundert vorhanden. Parallel dazu zeigen sich regelmässig die menschlichen Happenings. Was dies zu bedeuten hat und mit welchen Folgen die Kornkreis-Forschung zu rechnen hat, dürfte sich erst verzögert noch zeigen. Mir ist in England besonders störend aufgefallen, dass Sorgfalt und echter Forschungswille bei einigen an unbedeutende Stelle gerückt sind oder ganz fehlen. Es kann doch nicht Ziel der Kornkreisforschung sein, den Erfolg in erster Linie an der Quantität der Feldereignisse zu messen. Denn ginge es alleine nach diesem Kriterium, dann wäre die Schweiz innerhalb der vergangenen zwei Jahre ebenfalls in die Reihe der bedeutenden Kornkreis-Gebiete vorgerückt. Und genau an diesem Punkt möchte ich einmal ansetzen. Ich stehe mit dieser Kritik bei weitem nicht alleine da. Mehrere haben direkt vor Ort versucht, die Verantwortlichen darauf anzusprechen. Und da dies nicht das erste Mal der Fall ist und bis anhin keine Richtungsänderung, im Gegenteil eine Verschlechterung der Situation, ersichtlich ist, möchte ich dies auf unserer eigenen Homepage einmal zur Sprache bringen. Es ist klar, dass sehr viele (auch aus der Schweiz) auf die viel beachteten englischen Websites gehen, um sich zu informieren. Diese Plattformen werden weltweit wahrgenommen. All die weither angereisten KornkreisforscherInnen leisten seit Jahren viel Arbeit vor Ort, die beispielsweise der Website www.cropcircleconnector.com einen internationalen Beachtungsgrad eingebracht hat. Dies darum, weil es die Meldestelle überhaupt ist. Nun zeigt sich jedoch seit zwei Saisons, dass kritische Berichte zu einer bestimmten Kornkreisformation unbeliebt sind und wenn überhaupt, nur widerwillig dargelegt werden. So kam es vergangenen wie auch diesen Sommer vor, dass nächtliche Beobachtungen wie auch eindeutige Indizien im Innern eines Kornkreises ignoriert oder lächerlich gemacht wurden. Ich betone diese unerfreuliche Seite des Kornkreisthemas gerade deshalb, weil mir dieses Phänomen wichtig ist und ich von dessen Echtheit überzeugt bin. Da menschliche Feldgraffitis ebenfalls eine Tatsache sind und von niemandem bestritten werden können, sollte doch eine ehrliche Differenzierung möglich sein. Auch beim Kornkreisthema gilt für mich im übertragenen Sinne je länger je mehr ein altes Sprichwort, welches besagt, dass die Spreu vom Weizen zu trennen sei. Ansonsten entsteht ein verwirrender Mix aus menschlichen Imitationen/Nachtstreichen und dem für mich real existierenden Phänomen.

Schweiz 2004

Es ging eine Vielzahl von Meldungen bei uns ein. Eine Mehrheit davon wies augenfällige Mängel auf. Zu offensichtlich war menschliches Handanlegen im Innern wie auch deren zweifelhafte Ausdrucksform. Die Kornkreise von Wiesendangen/ZH, Beitenwil/BE, Gysenstein/BE und Büttenhardt/SH zählen zu dieser Kategorie. Von anderer Natur ist für mich der Kornkreis von Thalheim, der zudem ein enormes mediales Interesse schweizweit erzeugte. Auch wenn sich kleine Zweifel beim Feldstudium oder bei der Betrachtung der Luftaufnahme ergaben, ein interessantes Fallbeispiel mit bisher einzigartigen Charakteristiken bleibt er allemal. Die mehreren in diesem Zusammenhang stehenden Zeugenberichte, die an uns gelangten, weisen mehr oder weniger deutlich auf ein Phänomen hin. Zu nennen sind von mehreren Personen unabhängig voneinander beobachtete ungewöhnliche Lichtphänomene in dieser Talschaft in der Entstehungsnacht vom 2. auf den 3. Juli. Weiter stehen Äusserungen zur Diskussion wie jene des Braumeisters, welcher das Korn des betreffenden Feldes zu Lagerbier verarbeitete. Dieser sagte im Schweizer Fernsehen in einem Beitrag bei Schweiz aktuell aus, die Gärzeit des Biersudes sei ungewöhnlich verkürzt gewesen, nämlich 3 ½ Tage statt der üblichen 6 - 8 Tage. Dass er zu dieser Aussage auch nach der Fernsehausstrahlung steht und diese nicht bloss als Werbegag verstanden haben will, habe ich aus persönlichem Nachfragen erfahren. Dieser zum Gärablauf des Biersudes stehender Aussage hinzufügen möchte ich noch eigens eingeholte Informationen bei rund 10 andern Braumeistern. So lässt sich mit der Erhöhung der Temperatur oder mit beifügen von Hefezusätzen durchaus die Gärzeit "künstlich" verkürzen. In diesem konkreten Fall sind laut Aussage des Braumeisters weder die eine noch die andere Variante zum Einsatz gekommen. Diese Tatsache wiederum verbindet den Thalheimer Kornkreis mit einem weiteren Rätsel.

England 2004

Wer in der Bildergalerie auf unserer Homepage einen Einblick nimmt, stellt fest, dass immer noch etliche beeindruckende Kreise entstanden sind während dieser Saison. Dass nicht immer alles auf Grund und Boden zu glänzen vermag, wie dies anhand der Luftaufnahme vermutet werden könnte, hat mir diese Saison deutlich vor Augen geführt. Der Kornkreis unterhalb des Milk Hills, welcher über vier aufeinander folgende Nächte vom 28.7. bis zum 31.7. entstanden ist, hatte Feldforschern wie Andreas Müller und mir am Morgen nach Erscheinungsphase eins einen grauenhaften Eindruck vermittelt. Da waren Abdrücke, Crashzonen von niedergelegtem Getreide, grossflächige Unregelmässigkeiten zu sehen, die im wahrsten Sinne des Wortes an einen Vandalenakt erinnerten. Keiner von uns hatte zu diesem Zeitpunkt den Verdacht, dass an diesem Tatort weitere nächtliche Nachbesserungen ausgeführt würden. Denn ein schlecht begonnenes Werk ist auch durch spätere Nachbesserungen nicht mehr zu retten. Ähnlich verhält es sich im Falle des auf mehreren Homepages viel gerühmten Maya-Azteken-Kalenders, entstanden über die Nächte des 2.8. und 3.8. südlich des Silbury Hills. Auch hier entdeckten Andreas Müller, Gery Percy und ich am Tage nach Bauphase eins offensichtliche Spuren, die keinen Zweifel an menschlichen Urhebern offen liessen. Wer mehr über diese beiden Formationen erfahren möchte, soll sich Bilder wie Berichte auf andern Websites ansehen.

Kornkreise als Resultat einer Interaktion zwischen Mensch und einer uns nicht bekannten Dimension oder eines Zusammenspiels von sich Form bildenden Kräften ?

In den vergangenen Jahren sind immer wieder interessante Fälle aufgetreten, hinter welchen eine Interaktion Mensch - Intelligenz aus einer anderen Dimension vermutet werden können. In diesen Zusammenhang bringe ich auch den diesjährigen Kornkreis beim Weissen Pferd von Pewsey, entstanden in der Nacht vom 19. auf den 20. Juli. Am Abend des 19. Juli sassen mehrere ForscherInnen wie Eva-Marie Brekkesto aus Norwegen oder Charles Mallet aus England mit dem Farmerehepaar Strong aus Pewsey bei einem gemeinsamen Dinnerabend. Der Ammonit-Kornkreis vom 17. Juli 2002 war der Grund für dieses gemeinsame Nachtessen. Damals war Herr Strong trotz geäusserter Bedenken bereit, uns Feldforschern Einlass in sein Feld zu gewähren. Als Zeichen des Dankes von Seiten mehrerer FeldforscherInnen kam es 2003 wie auch 2004 zu einer Dinner-Einladung. Die Stimmung sei entspannt und humorvoll gewesen. Als es auf Mitternacht zuging, verabschiedete sich Ehepaar Strong mit folgenden spassigen Worten: "Wenn wir am morgigen Tage im Felde, wo der Ammonit-Kornkreis von 2002 sich zeigte, ein ebenso beeindruckendes Zeichen vorzufinden wünschten, müssen wir uns sofort auf die halbstündige Heimfahrt begeben und uns eiligst an die Feldarbeit machen. Ansonsten sind wir bis zur Morgendämmerung nicht fertig mit dem Anlegen des vorgesehenen neuen Kreises!" Mit einigen Lachern löste sich die menschliche Runde allmählich auf. Als Herr Strong am nächsten Morgen in besagtem Felde tatsächlich einen neuen Kornkreis entdeckte, da verging ihm vor Überraschung das Lachen. Sofort benachrichtigte er die am Vorabend getroffenen ForscherInnen, die ebenso verblüfft wie entzückt sich auf den Weg nach Pewsey machten. Zwei Fragen stehen diesbezüglich für mich zur Diskussion: a) Sind wir Menschen durch innere Kräfte dazu befähigt, die uns umgebende Realität indirekt oder direkt zu beeinflussen? b) Werden unsere Absichten, Gedanken und Gefühle auf einer andern Dimension wahrgenommen und ab und zu mit einer "Antwort" versehen? Auch kann ich mir eine Kombination der beiden Möglichkeiten a und b vorstellen. Anhand eigener solcher festgestellten Zusammenhänge oder derjenigen anderer Personen bin ich zu diesen Fragestellungen gelangt. Bis zum jetzigen Zeitpunkt konnten diese weder abschliessend beantwortet noch verworfen werden. Übrigens lassen sich solche Fragestellungen nicht nur aus dem Experimentalbereich der Kornkreise ableiten, sondern sind erfahrungsgemäss auch ein Bestandteil unseres wundervollen Alltages. Wer weiss, vielleicht ist eine von mehreren Absichten dieser Kornkreiserscheinungen, uns auf dieses Zusammenspiel der die Realität beeinflussenden formenden subtilen Kräfte aufmerksam zu machen.

Belp im Dezember 2004


Haben Sie einen Kornkreis entdeckt? Melden Sie uns dies bitte gleich jetzt. Danke!