Auf den Spuren des Kornkreis-Phänomens

Der Berner Sekundarlehrer Werner Anderhub befasst sich seit vier Jahren mit dem Kornkreis-Phänomen. Am kommenden Freitag hält er zu diesem Thema einen Vortrag in Arbon.
Seit 25 Jahren werden an besonderen Orten in England geheimnisvolle Veränderungen in den Kornfeldern beobachtet. Was sich zu Beginn als einfache Kringel zeigte, ist mittlerweile verstandesmässig kaum mehr zu deuten. Immer komplexere und faszinierendere Formen und Symbole erscheinen in unglaublicher Menge und Ästhetik.
Jeden Sommer nach England

Werner Anderhub ist Sekundarlehrer in Bern und wurde vor vier Jahren auf das Kornkreis- Phänomen aufmerksam. Mit sachlicher Vorsicht wollte er sich selber ein Bild vor Ort machen. Es blieb aber nicht bei einem Bild, es wurden gleich 20 Bilder, die auf ihn eine solche Anziehungskraft ausübten, dass Anderhub fortan jeden Sommer eine Studienzeit in den Feldern um Stonehenge verbrachte. Mit ehrlicher und glaubwürdiger Überzeugung begann der Berner Lehrer, seine Eindrücke weiterzugeben. Das Echo auf seine interessanten Vorträge bestätigte ihn darin, dass die Kornkreise nicht sinnlos und zufällig entstehen, sondern eine Botschaft an die Menschheit richten. Wissenschafter verschiedenster Fachrichtungen und andere Begeisterte beschäftigen sich seit Jahren intensiv mit der Erforschung der Piktogramme und ihrer Mysterien. Mit dem heutigen Wissen blieb der Schlüssel zu ihrem Geheimnis bisher verborgen.
Symbolische Kraft

Langjährige Besucher der Symbole können für die Mär von gelangweilten Rentnern mit Medieninteresse nur ein leichtes Lächeln aufbringen. Zu überzeugend ist die Qualität, die öfters enorme Ausdehnung, die kurze Entstehungszeit mit oft beobachteten eindrücklichen Erscheinungen und die grosse symbolische Kraft der Zeichen. Die Kornkreise sind längst keine einfachen Kringel mehr, die sich mit Windböen oder Turbulenzen erklären lassen. Am Freitag, 13. Februar, findet um 19.30 Uhr im katholischen Kirchgemeindehaus Arbon ein Dia-Vortrag mit Werner Anderhub statt. Der Eintritt beträgt 15 Franken.

Aus dem Tagblatt vom 10.02.1998 © St.Galler Tagblatt